Beim Vendor Managed Inventory betreibt der VMI-Anbieter bei seinen Kunden Konsignationslager und ist für deren Beplanung verantwortlich. Der Kunde verlässt sich auf die Verfügbarkeit der Materialien vor Ort und spart sich die Beplanung und die vorzeitige Beschaffung.
Strategisch muss der VMI-Anbieter die rechtzeitige Belieferung seiner Kunden sicherstellen. Dazu legt er ein Zentrallager an, aus dem die Konsignationslager beliefert werden. Die Reichweite im Zentrallager wird groß gewählt, um alle Lieferschwierigkeiten abzufedern.
Taktisch werden die einzelnen Konsignationslager auf Basis erwarteter Bedarfe eher kurzfristig beplant. Eine hohe Reichweite lässt sich vor Ort wegen sich ändernder Bedarfe und knapper Lagerfläche nicht umsetzen. Zu hohe Reichweite hat zudem den Nachteil, dass gebundenes Material in einem Konsignationslager den anderen Kunden nicht zur Verfügung steht.
AutoDispo plant die Konsignationslager in diesem Beispiel optimal und automatisch. Komplexität und Aufwand steigen mit der Anzahl der Lager; Bedarfe werden dynamisch vorhergesagt und passen sich automatisch den Gegebenheiten an. Transportkosten werden optimiert, indem zum Beispiel dringende mit weniger dringenden Bestellungen kombiniert werden, um die Zahl der Lieferungen zu reduzieren – bei Standard-Planverfahren bleibt das dem Disponenten überlassen.